Wehrübungen - Reservist und Arbeitgeber?

Ihr Arbeitgeber muss möglichst frühzeitig von der geplanten WÜb erfahren. In bestimmten Fällen muss er sogar zustimmen, z. B.:

  • bei Wehrübung/Übungen von mehr als drei Monaten Dauer,
  • für Wehrübungen/Übungen, soweit sie nach Erreichen der gesetzlichen Gesamtdauer sechs Wochen im Kalenderjahr überschreitet,
  • für Übungen zur Ausbildung für eine besondere Auslandsverwendung, wenn für die besondere Auslandsverwendung selbst die Zustimmung erforderlich ist (siehe Abschnitt D).

Der Arbeitgeber hat auch die Möglichkeit beim KWEA einen Unabkömmlichkeitsantrag (UK-Antrag) zu stellen. Die Broschüre "Informationen für Arbeitgeber" gibt hierüber weitere Auskünfte.

Während einer WÜb darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis grundsätzlich nicht kündigen. Bei einer freiwilligen zusätzlichen WÜb außerhalb der Wehrpflicht gilt dies nur, soweit diese WÜb allein oder zusammen mit anderen freiwilligen zusätzlichen WÜb im Kalenderjahr nicht länger als sechs Wochen dauert.

Freiwillige Wehrübungen sind Wehrdienstleistungen von Reservisten/Reservistinnen nach Überschreiten der gesetzlich festgelegten Gesamtdauer (Offz 12 Monate, Uffz 9 Monate, Msch 6 Monate), oder beim Überschreiten der jeweils maßgebenden Altersgrenze oder von nicht wehr- oder dienstpflichtigen Personen.

Bei besonderen Auslandsverwendungen von bis zu sieben Monaten wirkt das KWEA auf die Zustimmung des Arbeitgebers oder der Dienstbehörde hin. Stimmt der Arbeitgeber einer besonderen Auslandsverwendung nicht zu, erfolgt durch das KWEA keine Einberufung.

Namentliche Anforderungen für Einzelwehrübungen/Einzelübungen sind durch die Truppe spätestens drei Monate vor WÜb-Beginn vorzulegen. Zur Sicherung des Lebensbedarfs erhalten Sie und Ihre Familienangehörigen auf Antrag bestimmte Leistungen; Art und Umfang der Leistungen sind im Unterhaltssicherungsgesetz (USG) geregelt.